TAROT – Spiegel deiner Bestimmung

Tarot – Spiegel deiner Bestimmung von Gerd Bodhi Ziegler, Cover der Neuauflage
Titelseite der Neuauflage 2026

Zehn Jahre nach dem Erscheinen des Tarot-Bestsellers »Spiegel der Seele« schrieb Gerd Bodhi Ziegler dieses, sein drittes Handbuch zum Crowley-Tarot. Die Texte demonstrieren die erweiterten Einsichten, die in zehn Jahren intensiver Praxis in der Arbeit mit vielen Menschen heranreifte.

Im Herbst 2025 überarbeitete Gerd Bodhi Ziegler das Tarot-Begleitbuch vollständig. Somit flossen seine Erfahrungen und Erkenntnisse aus weiteren ca. 30 Jahren in die Neuauflage ein. Diese ist Ende März 2026 im Eigenverlag von Lisa Kutmon erschienen. Aus rechtlichen Gründen sind in der Neuauflage keine Abbildungen der Tarot-Karten.

»TAROT – Spiegel deiner Bestimmung« ist sein einziges Tarot-Begleitbuch, das auch die Schattenaspekte der einzelnen Karten umfasst. Gleichzeitig verdeutlicht es die Chance(n), welche die jeweilige Karte widerspiegelt – auch die zunächst herausfordernden Karten.


Das zeigen auch die Briefe, die der Autor aus allen Teilen der Welt bekommt. Darin drücken die Leser immer wieder ihre Dankbarkeit für die Hilfe und Unterstützung aus, die sie durch die Texte in wichtigen und oftmals auch schwierigen Lebenssituationen erhalten haben.

"Aus der Erkenntnis unserer Bestimmung erwächst die Liebe zu uns selbst, die Kraft zur Heilung und die Freude am Leben."



Leseprobe aus "TAROT – Spiegel deiner Bestimmung"

Mit den folgenden Beschreibungen zweier sehr unterschiedlicher Karten kannst du einen Einblick in das Begleitbuch gewinnen. Dazu haben wir wir mit "Die Hohepriesterin" ein Beispiel aus den Großen Arkana sowie mit den "Fünf Kelchen – Enttäuschung" eine allgemein weniger beliebte Karte ausgewählt. »TAROT – Spiegel deiner Bestimmung« macht sowohl für "schöne" als auch für herausfordernde Karten die Chancen und Schattenaspekte deutlich. Viel Freude und Tiefgang!

Das vollständige Inhaltsverzeichnis von »TAROT – Spiegel deiner Bestimmung« findest du übrigens in unserem Webshop.

Die Hohepriesterin

Tarot-Karte die Hohepriesterin, begleitend zum Text aus "Tarot – Spiegel deiner Bestimmung"

Kernaussage: DIE HOHEPRIESTERIN verkörpert unsere Verbundenheit mit der geistigen Welt. Offen für kosmische Heilenergien und Ideenimpulse stellt sie sich in den Dienst der Menschheit und der Erde. Lass alles Unwesentliche beiseite, vertraue deinem inneren Wissen, und bring es in jede Situation ein, in der es gebraucht werden kann. Bewahre jedoch deine Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

Situation: Du hast Zugang zu deinen inneren Qualitäten von Weisheit, Intuition und Heilung. Sie sind Teil deines inneren Wissens, das du als Rüstzeug mit in dieses Leben gebracht hast. Es gehört zu deiner Bestimmung, dieses Potenzial zu erkennen, zu entwickeln und dienend für die Bewusstseinsentwicklung und zur Heilung einzusetzen.

Die gegenwärtige Situation verlangt dein ganzes Einfühlungsvermögen und die vorbehaltlose Bereitschaft, deiner intuitiven Wahrnehmung zu vertrauen und dich dementsprechend zu verhalten. Die Bilder und Gedanken, die du jetzt als Eingebung empfangen kannst, sind nicht bloße Einbildungen deines Verstandes. Werde dir deiner verborgenen Göttlichkeit bewusst, und du wirst immer deutlicher wahrnehmen, dass es eine universelle Quelle ist, aus der du zu schöpfen vermagst.

Schatten: Die dunklen Aspekte der HOHEPRIESTERIN könnten als unzureichende Erdverbundenheit und mangelnder Realitätssinn in Erscheinung treten. Durch einen solchen Mangel an Erdung wirken Menschen auffällig farblos, ohne Vitalität und Anteilnahme am irdischen Leben. Dadurch verlieren sie auch leicht das Verständnis für die Sorgen und Nöte anderer. Durch eine solche „Abgehobenheit“ geht ihnen nicht nur der Kontakt zu sich selbst, sondern auch die Freude am Leben verloren. Damit verfehlen sie jedoch ihre Bestimmung, unserer Erde als Kanal für die kosmischen Kräfte zu dienen.

Chance: Im Zustand der HOHEPRIESTERIN werden wir sensibel und offen für das Wirken der göttlichen Kraft. Unsere liebevolle Zuwendung zum Leben verleiht uns einen guten und direkten Bezug zur irdischen, materiellen Realität. Wir werden zunehmend fähig, uns für höhere Kräfte zu öffnen und unsere eigenen spirituellen Erfahrungen mit anderen Menschen zu teilen. Dies geschieht in der Regel ganz unspektakulär, einfach durch unsere Ausstrahlung und Herzlichkeit.

Wir finden zurück zu einer innigen Verbundenheit mit den verborgenen Seiten der Realität und erkennen in den vielfältigen Erscheinungen des Lebens die Offenbarung einer geheimnisvollen Schöpferkraft. Im Wissen um die geistige Welt, um ihre immateriellen und dennoch wirksamen Kräfte leben wir ein vieldimensionales Leben. Wir lernen, unserer intuitiven Wahrnehmung zu vertrauen, und finden den richtigen Rahmen, diesen wesentlichen Teil unseres Seins mit anderen Menschen zu teilen und sie in ihrer Selbsterkenntnis zu unterstützen. Als lebendiges Beispiel vermitteln wir anderen Menschen, wie sie in die Rückverbindung mit dem All-Bewusstsein treten und den Zugang zu ihrer eigenen Quelle von Intuition, Heilung und Kreativität wiederentdecken und vertiefen können.

Frage: Auf welche Weise lebst du deine intuitiven Fähigkeiten?

Anregung: Verbinde dich meditativ mit deiner inneren Führung. Öffne dein Bewusstsein für ihre Eingebungen und handle danach.

Ausrichtung: Ich vertraue meiner geistigen Führung und lasse sie durch mich wirken.



Fünf Kelche – Enttäuschung

Tarot-Karte Fünf der Kelche mit Textauszug aus "Tarot – Spiegel deiner Bestimmung"

Kernaussage: Alte emotionale Wunden werden in dir berührt. Erlaube dir, den inneren Schmerz zu fühlen. Wenn du ihm nicht länger ausweichst, dich ihm liebevoll zuwendest, erfolgt die Heilung.

Situation: Schmerzhafte Erfahrungen hinterlassen unsichtbare Wunden in uns. Die damit verbundene emotionale Energie bewirkt, dass wir uns unbewusst selbst immer wieder Situationen schaffen, in denen sich unsere unbewältigte Vergangenheit wiederholt. Deine gegenwärtige Situation berührt solche alten Wunden in dir. Die damit zusammenhängenden Erfahrungen hast du vielleicht gründlich verdrängt; hier wird jedoch ein wichtiges, noch nicht bearbeitetes Lebensthema angesprochen.

Schatten: Alte Verletzungen, die wir in uns tragen, können so lange nicht heilen, wie wir sie verleugnen und das damit verbundene Lebensthema abwehren. Die Abwehr von emotionalen Schmerzen ist verständlich und natürlich. Doch sie bewirkt einen ständigen inneren Kampf, der uns ausgesprochen viel Energie raubt. Um frei zu werden, besteht der erste Schritt immer in einer mutigen und bedingungslosen Annahme dessen, was wir in uns vorfinden. Dazu gehören nicht zuletzt die sogenannten negativen Gefühle. Solange wir ihnen ausweichen, verewigen wir unsere Selbst-Täuschung und stolpern von einer Ent-Täuschung zur nächsten.

Chance: Traumatische oder belastende Situationen können wir innerlich nicht verarbeiten, ohne sie hinreichend zu verstehen. So lange bleiben sie für unsere Psyche unabgeschlossene Ereignisse. Etwas in uns will uns darauf aufmerksam machen, dass die Heilung dieser inneren Wunden wichtig für uns ist. Das ist jedoch nur durch Bewusstwerden möglich. Unser Unterbewusstsein übernimmt in diesem Prozess die Aufgabe, so lange entsprechende Situationen und Ereignisse anzuziehen, bis wir die Gelegenheit zu einem bewussten Um-Erleben und damit zur Integration und Heilung genutzt haben. Dieser Prozess verlangt immer eine Haltung der Selbstverantwortung und Wachsamkeit.

Wenn wir unsere schmerzhaften Gefühle nicht abwehren und die Schuld dafür nicht anderen Menschen oder äußeren Ereignissen zuschieben, schaffen wir die Voraussetzung für eine emotionale Entladung und Reinigung sowie für ein tieferes Verständnis der psychischen Vorgänge. Damit vollziehen wir den entscheidenden Schritt zu unserer Selbstheilung und Befreiung.

Frage: Welche alten Wunden werden gegenwärtig in dir berührt?

Anregung: Besonders wenn es dir schwerfällt, die obige Frage zu beantworten, nimm dir dazu Zeit an einem ungestörten Ort. Atme tief und spür in dich hinein. An welchen Stellen im Körper fühlst du Druck, Spannung oder Schmerz? Geh mit deiner Wahrnehmung ganz in deine Empfindungen hinein und erlaube deinem Körper und deiner Stimme, sich einmal ohne Hemmung auszudrücken. Fahr so lange fort, bis sich von selbst Klarheit und Stille einstellen. Gegebenenfalls brauchst du für diese Übung einen vertrauten Menschen oder auch einen erfahrenen Therapeuten, der dich unterstützt und begleitet.

Ausrichtung: Indem ich die Schmerzen meiner Enttäuschung annehme und ausdrücke, heile und befreie ich mich selbst.