Wer liebt hat alles

 

Das aktuelle Buch von Gerd Bodhi Ziegler

 

 

In Liebe zu sein und Liebe zu leben, ist ein unstillbares Sehnen. Sie gehört zu den größten und kostbarsten Geschenken unseres Lebens.

 

 

Wer liebt hat alles. Liebe, Sexualität und Partnerschaft frei von Bedingungen
Wer liebt hat alles. Liebe, Sexualität und Partnerschaft frei von Bedingungen

Bedingungsfreie Liebe ist unsere wahre Natur. Sobald wir sie vollständig in uns freisetzen, beginnt das Wunderbare alltäglich zu werden. Unser ganzes Leben erfährt Heilung und Befreiung. Beglückende Liebe hält Einzug in alle Bereiche unseres Seins. Erotik und Sexualität beginnen wieder zu erblühen. Es ist Zeit zu Erwachen und unser Liebes-Leben wieder voll und ganz zu genießen und zu feiern! 

 

Ganz persönlich zeigt Gerd Bodhi Ziegler, welche Lektionen und Geschenke die Liebe mit sich bringen kann.

 

 

Als Bewusstseinslehrer, Ausbilder und Buchautor gehört Gerd Bodhi Ziegler zu den Pionieren spiritueller Transformation im deutschsprachigen Raum. Bekannt ist er durch seine TAROT-Bestseller und seine erfolgreichen Seminar- und Trainingsprojekte.

Leseprobe

Kapitel 4: Unsere Geliebten gehören nicht uns

 

„Die Menschen sind von dem, was sie als Liebe erfahren, oft frustriert – aber nicht, weil mit der Liebe etwas nicht stimmt. Sie haben ihre Liebe nur so sehr eingeengt, dass für den ganzen weiten Ozean der Liebe kein Platz ist. Man kann den Ozean nicht eingrenzen, er ist kein kleiner Bach.“         Osho

 

Niemand kann einen Sonnenuntergang festhalten, den wir unerwartet erleben, wenn die Wolken sich auf einmal lichten und zauberhafte Verzierungen den Abendhimmel schmücken. Sowie auch niemand das erste jungfräuliche Frühlingsgrün und den Gesang der Vögel für sich selbst beanspruchen kann. Ebenso wenig wie die Wellen, die sich im Sommerlicht an einem felsigen Ufer brechen, die prachtvollen Farben eines Herbstwaldes oder den zarten Hauch des ersten Schnees. Wie ist es möglich zu glauben, unsere Liebsten festhalten oder gar besitzen zu können?

Die kostbarsten Geschenke des Lebens sind nicht unser Eigentum. Wenn leuchtend warme Blicke

sich begegnen oder Hände und Lippen sich zärtlich und innig bejahend finden, können wir nur in dieses Mysterium eintauchen – oder uns ihm verschließen. Die Kostbarkeit, ein schlafendes Kind in den Armen zu halten und den Frieden und die Weite dieses schlummernden Bewusstseins zu spüren. Die Magie, die sich unversehens unter Menschen einstellen kann, die für einen ewig erscheinenden Moment, die gleiche tief berührende Erfahrung miteinander erleben und teilen. Niemand kann das Schöne besitzen, was es auf Erden gibt – aber wir können ihm staunend Raum geben, uns ihm weit öffnen, es dankbar genießen und wertschätzend als Teil unseres Lebens in diesem Augenblick feiern.

In diesen Momenten berührt das Göttliche den Menschen. Wir können weder die Sonne noch die

Jahreszeiten oder die Elemente vereinnahmen. Doch wir können uns mit dem Fluss des Lebens verbinden, mit seinen überraschenden Bewegungen tanzen und lernen, uns ihm immer mehr anzuvertrauen. Jede Ausdrucksform und Facette der Liebe ist ein Geschenk des Lebens. Wir sind eingeladen, uns allem im Bewusstsein unseres Eins-Seins freudig und dankbar zu öffnen. Die Art, wie uns das Göttliche ständig berührt ist Teil unserer Lebendigkeit. Wir können offen, berührbar, staunend und manchmal auch hilflos der Unschuld des Nicht-Wissens Raum geben. Dann gilt es gemeinsam zu entdecken, was unsere Seelen miteinander feiern, vollenden, lernen oder ausgleichen wollen.

Sobald wir in der Tiefe begreifen, dass wahre Liebe auch ihren eigenen Freiraum braucht, entfalten

sich neue Räume gemeinsamen Erlebens und wirklichen Einlassens. Wer eine frei wachsende Blume pflückt, wird ihre Schönheit verwelken sehen. Wer aber eine Blume auf einer Wiese voller Freude und Bewunderung betrachtet, kann sie für immer in sich tragen. Sie bleibt dann ein Teil des Morgens mitsamt den sanften Sonnenstrahlen eines neuen Tages. Ihre Blüte ist für immer eins mit dem Geruch taufrischer Erde, der sanften Brise in den Zweigen der Bäume und den Wolken am Horizont.

 

Unsere Liebsten können niemals unser Besitz sein. Gerade deshalb werden wir für immer in Liebe mit ihnen verbunden bleiben. Wir brauchen sie nicht festzuhalten und zu vereinnahmen, wenn wir uns gegenseitig als kostbare Teile eines wundervollen Ganzen erkennen. In diesem grenzenlosen Liebesfeld hat uns die göttliche Führung miteinander verbunden, als wir dem Ruf unserer Seelen folgten. So kann die Liebe auf allen Ebenen unseres Menschseins voll und ganz erblühen. Wir sind ihr strahlender Ausdruck und die Verkörperung ihrer Erfüllung.

 

Wir brauchen niemanden im Außen, um glücklich zu sein, und doch erhöht, erweitert und vollendet eine echte, stimmige Liebesverbindung immer wieder unser irdisches Glück. Sie vertieft und erweitert die Wahrnehmung unseres Seins, ganz gleich, ob wir uns schon hunderte Male intim begegnet sind oder ob es zum ersten und vielleicht einzigen Mal geschieht. Wir begegnen und erfahren uns selbst im Spiegel des geliebten Menschen. In diesem Sinne brauchen wir ihn, denn ohne ihn bliebe unsere Entwicklung im Menschsein unvollständig.

Wir sind nicht die Herrscher über das Leben mit seinem vielfältigen, grenzenlosen Ausdruck. Doch wir

können uns immer wieder aufs Neue der Macht der Liebe öffnen und sie bitten, uns den Weg zur Wahrheit unserer Seele zu weisen. Sobald die Freiheit bedingungsloser Liebe unser Denken, Fühlen und Handeln erfüllt, fühlen wir uns unendlich gesegnet und reich beschenkt. Wir verspüren dann kaum noch den Impuls, etwas für uns selbst besitzen oder festhalten zu wollen. Denn es ist die LIEBE selbst, die uns in jedem Moment beseelt und genau das schenkt, was unserer Selbstfindung dient und zu unserer Heilung auf allen Ebenen beiträgt.

Falls doch einmal aus alter Gewohnheit das Bedürfnis auftaucht, etwas besonders Schönes oder

Lustvolles haben oder behalten zu wollen, lächeln wir mitfühlend und nehmen uns damit an. Doch wir werden uns immer seltener mit solchen Impulsen identifizieren. Natürlich bleiben wir menschlich und können jederzeit das gesamte Spektrum menschlicher Gefühle zwischen Liebe und Angst erfahren. Doch sobald wir die Wirklichkeit mehr lieben als das Illusionäre, öffnet sich uns eine neue Realität. Mit unserer Entscheidung für Wahrheit und Liebe brauchen wir nicht länger unsere begrenzten Vorstellungen und persönlichen Vorlieben so vehement zu verteidigen, als ginge es um Leben und Tod. Stattdessen erfüllt uns mehr und mehr eine neue, vertrauensvolle Gelassenheit und kraftvolle Entschlossenheit, ganz frei zu werden und wahrhaft zu lieben.

Auch dann, wenn wir auf unserem Weg eine dunkle Nacht durchschreiten, erfüllt uns tief innen eine

Gewissheit, die uns trägt und beflügelt. Sie schenkt uns die Kraft, mit der wir fähig werden, alle Herausforderungen und Schmerzen bereitwillig anzunehmen und zu erleben. Wir werden nie mehr vergessen, dass es die Wirklichkeit wahrer Liebe ist, die uns wahrhaft befreit. Dies führt uns an die Schwelle einer neuen Zeit, in der sich beglückend erfüllt, wonach wir uns schon so lange sehnen. Wir werden bereit, ehrlich und gründlich zu untersuchen, wo unsere Liebe noch mit Erwartungen verbunden und an Bedingungen geknüpft ist. Wenn wir genau hinschauen, werden wir dort auch tief sitzende Angstimpulse entdecken. Diese warten darauf, von uns gewürdigt, umarmt und der All-Liebe übergeben zu werden. 

Sobald wir die Liebe bitten, unser Leben zu regieren, befreit sie uns mehr und mehr von alten

Befürchtungen und automatischen Schutzreflexen. Das Leben führt uns durch erstaunliche Fügungen zu den Menschen und Gelegenheiten, die zur vollkommenen Erfüllung unseres Seelenplans gehören. Das Wunderbare wird alltäglich.